Hutba: Unsere Beziehung zum Koran

Verehrte Muslime!

In einem Koranvers heißt es: „O ihr Menschen, zu euch ist eine Ermahnung von eurem Herrn gekommen und eine Heilung für das, was in euren Herzen ist, eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für die Gläubigen.“[1] Unser Schöpfer macht hier deutlich, dass der Koran nicht nur an uns, sondern an die gesamte Menschheit gerichtet ist. Der Koran als letzte Botschaft Allahs an uns Menschen ruft uns dazu auf, schlechtes Verhalten und schlechte Eigenschaften abzulegen und Gutes zu tun. Heuchelei, Neid, Gier, Hass und andere Krankheiten des Herzens werden dadurch geheilt. Denn der Koran ist eine Rechtleitung für alle Menschen, die nach der Wahrheit suchen. Gleichzeitig ist er eine Barmherzigkeit für alle Gläubigen und die gesamte Schöpfung.

Liebe Geschwister!

Durch das Lesen, Reflektieren, Verstehen und Umsetzung sowie Vermittlung des Korans an andere baut man eine gesunde Beziehung zum ihm auf. Wie wir alle wissen, begann der Wahy mit den Worten: „Lies! Lies im Namen deines Herrn.“[2] Das impliziert, dass wir zuerst den Koran lesen können, was widerrum bedeutet, dass wir ihn im Original und gemäß den Regeln des Tadschwîd lesen lernen.

Zudem sagte unser Prophet ﷺ: „Der beste unter euch ist, wer den Koran lernt und lehrt“[3] Deshalb empfehlen wir all unseren Geschwistern, die aus welchen Gründen auch immer, den Koran im Original nicht lesen können, unsere Unterrichtsangebote zu nutzen. Vor allem die Suren und Verse, die wir während des Gebets lesen, wie beispielsweise die Sure Fâtiha, sollten wir mit der richtigen Aussprache rezitieren können.

Gemäß einer Überlieferung von Ibn Abbâs (r) hat unser Prophet ﷺ gesagt: „Jemand, in dessen Herzen nichts vom Koran ist, ist wie ein heruntergekommenes Haus.“[4] Natürlich ist es auch wichtig, zu wissen, was man liest.
Deshalb sollten wir neben dem Auswendiglernen von Suren und Versen auch ihre Bedeutung mitlernen. Denn wie es Koran heißt, sind die Koranverse „Klare Zeichen in den Herzen derer, denen das Wissen gegeben wurde. Es gibt keinen, der Unsere Zeichen leugnet außer den Ungerechten.“[5] Der Koran gehört unbedingt in unsere Herzen. Wir können ihm nur gerecht werden, wenn wir ihn verinnerlichen und ihn leben.

Verehrte Muslime!

Es ist sehr wichtig, dass wir den Koran richtig lesen und richtig verstehen. Wir sollten uns immer vergegenwärtigen, dass er an uns persönlich und an die gesamte Menschheit gerichtet ist. Er zeigt uns, wie wir im Diesseits und im Jenseits glückselig sein können. Aber er kann uns nicht berühren und prägen, wenn wir ihn als einen Text lesen, der zu einer bestimmten Zeit an die Menschen auf der Arabischen Halbinsel gerichtet wurde. Auch darf ihn niemand als Werkzeug missbrauchen, um seine Meinung durchzusetzen. Wir lesen den Koran im Bewusstsein, dass er Allahs Worte enthält und uns rechtleitet. ‚Wenn ich mich dem Koran nähere, dann erneuere ich meinen Îmân, und ich lerne, wie ich die Welt und Geschehnisse einzuordnen und zu handeln habe“ – Das ist die Absicht, mit der wir den Koran lesen.

Liebe Geschwister!

In diesem Sinne ist es uns ein wichtiges Anliegen, Möglichkeiten zu schaffen, um unser Verhältnis zum Koran zu reflektieren. Er sollte fester Bestandteil unseres Alltags sein – selbst wenn wir nur ein kleines bisschen lesen, hören und seine Ratschläge befolgen.

Es liegt unserer Gemeinschaft am Herzen, dass die Umma und vor allem die jungen Menschen unserer Umma ihre Beziehung zum Koran verbessern. Aus diesem Grund organisieren wir jedes Jahr einen Koranrezitationswettbewerb.

Möge Allah unsere Herzen mit dem Koran und unser Leben mit seinem Licht erhellen. Âmîn.

[1] Sure Yûnus, 10:57
[2] Sure Alak, 96:1
[3] Buhârî, Fazâil al-Kur’ân, 21
[4] Tirmizî, Fazâil al-Kur’ân, 18
[5] Sure Ankabût, 29:49

Hutba: Zugehörigkeit

Verehrte Muslime!

Die Identität eines Menschen ist durch seine Familie, Herkunft und Religion bestimmt. Dasselbe gilt auch für die Gruppe, Rechtsschule oder Gemeinschaft, der er angehört. All diese Bindungen stellen im Grunde genommen eine Zugehörigkeit dar. Es ist undenkbar, die Identität von der Zugehörigkeit eines Muslims zu trennen. Auch, dass ein Muslim sich von seiner Identität und dem Zugehörigkeitsbewusstsein differenziert betrachtet, ist unmöglich. Der Islam lehnt die Identität und Zugehörigkeit eines Menschen nicht ab. Vielmehr bringt er sie in ein Gleichgewicht. Die Religion, also die religiöse Zugehörigkeit, ist maßgebend. In einem Koranvers heißt es: „Er sprach: ‚O Nûh! Er gehörte doch nicht zu deiner Familie; denn sein Benehmen war unrecht.‘“[1] Nûhs (a) Sohn gehörte also nicht zur Familie, weil er ungläubig war. Das heißt: Ohne die Einheit von Religion und Bewusstsein ist die Identität und Zugehörigkeit nicht vollständig.

Liebe Geschwister!

Erst in der Gemeinschaft kann der Glauben wahrhaftig gelebt und weitergegeben werden. Aus diesem Grund legt der Islam großen Wert auf die Gemeinschaft und das gemeinschaftliche Handeln. Allein schon die Tatsache, dass das Beten in der Gemeinschaft 27 Mal mehr belohnt wird, als alleine zu beten, zeigt die Wichtigkeit der Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft zu sein bedeutet, Zusammenhalt und Miteinander. Es bedeutet, ein Vorbild zu sein und Fähigkeit und den Willen zu haben, einer Gemeinschaft vorzustehen. Im Koran und der Sunna wird zur Einheit der Muslime aufgerufen. Der Koranvers „Haltet allesamt an Allahs Seil fest, und zersplittert euch nicht.“[2] markiert die Einheit. Die folgende Überlieferung des Propheten ﷺ spricht über die Folgen der Trennung sowie des Vereintseins:
Wer die höchste Stufe im Paradies erreichen möchte, der soll mit der Gemeinschaft sein. Denn wer allein ist, dem nähert sich der Satan eher, als jenen, die zu mehreren sind[3]

Verehrte Muslime!

Alhamdulillâh, viele von uns sind Mitglied bei der IGMG, einer Gemeinschaft, die in zahlreichen Bereichen aktiv ist und sich für jede Altersgruppe und ihre Bedürfnisse einsetzt. In allen Städten und Ländern, in denen die IGMG vertreten ist, reichen die Tätigkeitsfelder von Moscheediensten, Bildung, religiöse Wegweisung bis hin zu humanitärer Hilfe und Bestattungsdienste. Sie bietet in vielen Bereichen großartige Dienstleistungen an, denen selbst Länder teilweise nicht nachkommen können.

Liebe Geschwister!

Damit diese Tätigkeiten und Leistungen langfristig fortgeführt werden können, ist jegliche Unterstützung der Gemeinde und unserer aufmerksamen Geschwister sehr wichtig. So hängt die erfolgreiche Fortsetzung des Koranunterrichts in den Moscheen, der 67 Hafiz-Schulen sowie der Imamausbildungsprojekte von eurer Unterstützung und eurer Mitarbeit ab.

Dass wir mehr Kindergärten, Grund- und weiterführende Schulen öffnen und die Bildung an diesen Orten besteht, gelingt nur durch die Hilfe und Unterstützung unserer Gemeinden und Geschwister.

Verehrte Muslime!

Wir möchten euch alle herzlich dazu einladen, Teil und Mitglied unserer Gemeinschaft zu sein, der diese schönen und wichtigen Tätigkeiten organisiert und ins Leben ruft. Durch eure Mitgliedschaft tragt ihr dazu bei, dass diese Aktivitäten und Leistungen dauerhaft sind und unsere Gemeinschaft mehr Mitsprache und Mitbestimmung in der hiesigen Gesellschaft hat. Zudem sollten wir auch andere dazu einladen, Mitglied zu werden. Ich möchte die Hutba mit dem folgenden Koranvers beenden: „Wer führt bessere Rede, als wer zu Allah einlädt und das Rechte tut und spricht: »Ich bin einer der Gottergebenen«?[4]

[1] Sure Hûd, 11:46
[2] Sure Âli Imrân, 3:103
[3] Tirmizî, Sunan, 8/69, Hadith Nr. 2091
[4] Sure Fussilat, 41:33

Hutba: Die einfache Ehe

Verehrte Muslime!

Das Ehe- und Familienleben gehört zu den grundlegenden menschlichen Bedürfnissen. Es ist kein Zufall, dass mit den ersten Menschen auch die ersten Familien entstanden sind. Allah und der Gesandte empfehlen uns, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Jeder, der heiraten kann, soll das möglichst bald tun und es nicht weiter hinauszögern. Denn die Ehe wird in nahezu allen heiligen Büchern empfohlen. In der Ehe können die menschlichen Bedürfnisse am besten befriedigt werden. Im Koran wird uns dieser Aspekt am Beispiel des Propheten Yûsuf (as) nähergebracht. Die Prüfung von Yûsuf (as) zeigt uns, dass jeder Mensch mit seinem Nafs geprüft wird. Yûsuf (as) hat seine Prüfung mit der Hilfe Allahs bestanden. Vor diesem Hintergrund sind folgende Worte unseres Propheten ﷺ zu verstehen: „Wer heiratet vervollständigt damit seinen halben Iman. So soll jener Allah im Hinblick auf die verbleibende Hälfte fürchten‘.“[1]

Unser Prophet ﷺ legt den Jugendlichen das Heiraten deshalb nahe, weil er weiß, dass sie den Versuchungen im Jugendalter stärker ausgesetzt sind. Aus diesem Grund soll jeder junge Erwachsene, der die Möglichkeit dazu hat, heiraten. Wer das tut, folgt der Sunna des Propheten ﷺ.

Liebe Geschwister!

Es ist wichtig, das Eheleben zu empfehlen und die Heirat zu erleichtern. Leider werden viele dieser Aufgabe nicht gerecht. In vielen muslimischen Familien wird die Heirat und Familiengründung hinausgeschoben. Jugendliche werden dazu verleitet, erst einen guten Job zu finden oder Karriere zu machen. Diese Wünsche sind zwar verständlich und nachvollziehbar, aber führen sehr oft dazu, dass die Ehe immer weiter in die Ferne rückt, bis irgendwann der Wunsch, zu heiraten abnimmt. Der Wissenserwerb ist natürlich in jedem Alter und für jeden Muslim eine Pflicht. Im Koran heißt es: „Nur die Wissenden unter seinen Dienern fürchten Allah.“[2] Dennoch müssen wir auch hier die goldene Mitte finden. Die Aufgabe muslimischer Familien ist es, ihren Kindern im Heiratsalter die Ehe nahe zu legen. Sie dürfen ihre Kinder nicht vor die Wahl stellen, sich entweder für die Ehe oder für die Karriere zu entscheiden.
Die Aufgabe der Familie ist es, den Weg zur Heirat zu öffnen und sie daran zu erinnern, was das eigentliche Ziel ist: nämlich ein besserer Mensch und Muslim zu werden. In der heutigen Zeit des Egoismus und der grenzenlosen Selbstverwirklichung darf das Streben nach Wissen nicht dazu führen, dass die sozialen, emotionalen und menschlichen Grundbedürfnisse vernachlässigt werden.

Natürlich werden wir unsere Jugendlichen dabei unterstützen, damit sie eine gute Arbeit finden und der Gesellschaft nützlich sind. Aber genauso müssen wir ihnen finanziell und emotional beistehen, wenn sie heiraten möchten.

Verehrte Muslime!

Zu hohe Hochzeitskosten können zu Unstimmigkeit und Streit unter den Familien führen. Aus den Überlieferungen unseres Propheten ﷺ wissen wir, dass die Baraka denjenigen zuteil wird, die versuchen, ihre Hochzeitskosten so niedrig wie möglich zu halten.[3] Übermäßige Einkäufe und luxuriöse Hochzeitsvorstellungen sind ein Widerspruch zu den Worten unseres Propheten ﷺ. Die Hochzeitsvorbereitungen dürfen nicht dazu führen, dass junge Paare ihr Eheleben mit Schulden beginnen. Ziel ihrer Heirat und auch des Ehelebens ist das Wohlgefallen Allahs. Takwâ ist der Maßstab aller Dinge. Nicht die Kleidung, das Essen, die Geschenke, das Gold, die Foto- und Videoaufnahmen. Die Denkweise „Je mehr Ausgaben und Aufwand, desto höher der Wert“ ist falsch. Unser Prophet ﷺ empfiehlt uns eine minimalistische Lebensweise ohne jeglichen Luxus. Er sagte: „Hört ihr denn nicht? Einfach zu leben, kommt vom Glauben.“[4] Damit möchte unser Prophet sagen, dass die wichtigsten Eigenschaften eines Ehepartners die wahrhaftige Religiosität und das Verantwortungsbewusstsein sind.

Liebe Geschwister!

Heute erschweren viele materielle Faktoren den Schritt zur Heirat. Aber Glückseligkeit liegt nicht in weltlichen Dingen wie Schönheit, Reichtum, Beruf, Karriere usw. Vielmehr beruht sie auf der wahrhaften Religiosität, der Aufrichtigkeit und dem Verantwortungsbewusstsein. In diesem Sinne heißt es in einem Koranvers: „Und verheiratet die Ledigen unter euch und eure Diener und Dienerinnen. Wenn sie arm sind, wird Allah sie aus seinem Überfluss reich machen; denn Allah ist großzügig und wissend.“[5]

[1] Aṭ-Ṭabarānī: Al-Muʿǧam Al-Awsaṭ, H.No: 7647
[2] Sure Fâtir, 35:28
[3] Abû Dâwûd, Sunan, 2/591
[4] Abû Dâwûd, Taradschul, 2
[5] Sure Nûr, 24:32

Kurban spenden, bewusst teilen

Verehrte Muslime!

Unser Lebensziel ist es, das Wohlgefallen Allahs zu erlangen und ihm nahe zu sein. Unsere Ibâdas sind ein Mittel hierzu. Eine dieser Ibâdas ist der Kurban, was wörtlich „sich nähern“ bedeutet. Im Koran heißt es, dass Allah uns Menschen näher ist als unsere Halsschlagader. Wir Menschen müssen jedoch nach Mitteln und Wegen suchen, um Allah nahe zu kommen. Der Kurban ist einer dieser Wege. In einem Koranvers heißt es: „Weder ihr Fleisch noch ihr Blut erreicht Allah, jedoch erreicht ihn eure Frömmigkeit.“[1]

Die Prüfung des Propheten Ibrâhîm (a) bestand darin, dass er seinen Sohn Ismâîl (a) als Opfer darbringen sollte. Er akzeptierte den göttlichen Willen und war bereit dazu, seinen einzigen Sohn zu opfern. Gleichzeitig bestand sein Sohn Ismâîl (a) eine Prüfung, indem er sich Allah hingab. Beide wurden dafür mit dem Beinamen Halîlullâh, also „Freund Allahs“, ausgezeichnet, über die es im Koran heißt: „Wisset, dass über Allahs Freunde keine Furcht kommt und dass sie nicht traurig sein werden. Diejenigen, welche glauben und gottesfürchtig sind, ihnen gilt die frohe Botschaft im irdischen Leben und im Jenseits. Allahs Verheißungen sind unabänderlich. Das ist die große Glückseligkeit!“[2]

Liebe Geschwister!

Kurban bedeutet, zu teilen und Allah näher zu kommen. Denn das Teilen mit Armen und Bedürftigen ist eine wichtige Tugend im Islam.
Sie ist so wichtig, dass wer keinen materiellen Besitz zum Teilen hat, durch das freundliche Grüßen seiner Mitmenschen oder ein Lächeln an dieser Tugend teilhaben kann. Unser Prophet hat die Muslime stets dazu ermutigt. In folgendem Hadith erfahren wir, welche Weisheit hinter dem Kurban steckt: „Eines Tages fragte der Prophet seine Ehefrau Aischa (r), was von der Opfergabe übriggeblieben sei. Aischa (r) antwortete, dass sie die gesamte Opfergabe gespendet habe und nur ein Schulterblatt übriggeblieben sei. Daraufhin sagte der Prophet: „Nein, ganz im Gegenteil. Außer dem Schulterblatt ist alles übriggeblieben.“[3]

Nicht das Sichtbare, also das Fleisch und Blut, sondern die Gottesfurcht, also Takwâ, wird beim Kurban Allah dargeboten. Den Kurban mit den Bedürftigen zu teilen, ist Teil der Gottesfurcht und an sich bereits eine Ibâda. Das Teilen stärkt die Geschwisterlichkeit unter den Muslimen und bringt dem Spender Freude und die Duâs der Empfänger.

Verehrte Muslime!

Die Hasene Kurban-Kampagne mit dem Motto „Kurban spenden, bewusst teilen“ erreicht weltweit Millionen Bedürftige in Dutzenden Ländern. Auch wir können spenden und damit Armen, Bedürftigen, Waisen und notleidenden Menschen weltweit unsere helfende Hand reichen. Vergessen wir nicht, dass es ein Ausdruck von Geschwisterlichkeit ist, das zu teilen, was wir besitzen. Möge Allah unseren Geschwistern helfen und uns alle beschützen. Âmîn.

[1] Sure Hadsch, 22:37
[2] Sure Yûnus, 10:62-64
[3] Tirmizî, Sifat al-Kiyâma, Hadith Nr. 2658

Hutba: Die Rechte unserer Kinder

Verehrte Muslime!

Unsere Kinder sind ein Segen für uns. Wer diese göttliche Gabe nicht als Segen erkennt oder sie ignoriert, wird eine große Enttäuschung erleben. Gleichzeitig sind Allahs Gaben auch eine Prüfung. Wer sie besteht, wird sowohl im Diesseits als auch im Jenseits Glückseligkeit erlangen. Im Koran heißt es: „Und wisset, dass euer Besitz und eure Kinder nur eine Prüfung sind, aber großer Lohn bei Allah ist.“[1] Wer das erkannt hat, wird sich bemühen, um diesen Lohn zu erhalten.

Liebe Geschwister!

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Als Eltern haben wir bestimmte Rechte und Pflichten gegenüber unseren Kindern. Wir sorgen für ihren Halal-Lebensunterhalt, wir ernähren und kleiden sie anständig. Dabei ist wichtig, dass wir in diesen Dingen genauso sensibel sind wie bei uns selbst. Denn Allah wird uns auch in diesen Angelegenheiten zur Rechenschafft ziehen. Im Koran heißt es: „An diesem Tage werdet ihr dann gefragt werden, was ihr aus den Gaben des Lebens gemacht habt.“[2]

Außerdem sind wir auch verantwortlich für die Erziehung unserer Kinder. Unser Prophet sagte: „Das wertvollste Geschenk, das ein Vater seinem Kind machen kann, ist eine gute Erziehung.“[3]

Verehrte Muslime!

Unsere Kinder haben also das Recht auf einen angemessenen Lebensunterhalt und eine gute Erziehung. So können wir gewährleisten, dass sie als Muslime heranwachsen. Dazu gehört auch, dass wir ihnen schon in jungen Jahren den Glauben an Allah vermitteln und sie dabei unterstützen, Gutes zu tun, Schlechtes zu vermeiden und Takwâ zu erlangen. Auch ist es wichtig, dass sie sich als wertvollen Teil der muslimischen Gemeinschaft verstehen und ihren Beitrag dazu leisten.

Liebe Geschwister!

Um all das unseren Kindern in bester Weise zu vermitteln, ist es notwendig, dass wir selbst als Teil der Gemeinschaft und der Moscheen aktiv sind. Die Moschee, in der wir uns gerade befinden, bietet uns eine Möglichkeit dazu.

Zum Beispiel ist es wichtig, dass unsere Kinder am Islam- und Koranunterricht in der Moschee teilnehmen. Auch wenn uns das manchmal schwerfällt, weil etwa der Weg zur Moschee zu weit ist, müssen wir diese Angelegenheit ernst nehmen, damit unsere Kinder eine gute islamische Erziehung erhalten. Wenn wir das schaffen, wird Allah mit unseren Kindern und uns zufrieden sein – inschallah.

[1] Sure Anfâl, 8:28
[2] Sure Takâsur, 102:8
[3] Tirmizî, Bir, 33

Hutba: Die Familie schätzen

Verehrte Muslime!

Im Koran heißt es: „Zu seinen Zeichen gehört auch, dass er euch Partner aus euch selbst schuf, damit ihr bei ihnen ruht. Und er hat zwischen euch Liebe und Barmherzigkeit gesetzt. Darin sind gewiss Zeichen für nachdenkliche Leute.“[1] Um ein friedliches und glückliches Familienleben zu führen bedarf es gegenseitige Liebe und Barmherzigkeit. Fehlt diese, kommt es leider oft zu Scheidungen. Die Scheidung eines Ehepaares wird – sofern keine schwerwiegenden Gründe vorliegen – im Islam nicht gern gesehen.

Unser Prophet ﷺ sagte: „Von den erlaubten Sachen ist die Scheidung die am meisten verachtete bei Allah.“[2] Wer heiraten möchte, dem rät er Folgendes: „Heiratet, aber scheidet euch nicht. Allah liebt keine Männer und Frauen, die zum Vergnügen heiraten und sich wieder scheiden lassen.“[3]

Liebe Geschwister!

Unsere Religion fordert Verheiratete dazu auf, gut mit ihren Partnern umzugehen. Sie sollen sich auf deren gute Seiten konzentrieren, anstatt auf ihre Schwächen zu blicken. Selbst wenn sie eine Schwäche bei ihren Partnern erkennen, könnte diese etwas Gutes mit sich bringen. Im Koran heißt es: „Geht in rechtlicher Weise mit ihnen (euren Ehegattinnen) um. Wenn sie euch zuwider sind, so ist euch vielleicht etwas zuwider, während Allah viel Gutes in es hineinlegt.“[4]

Die Familie ist der Grundstein einer Gesellschaft. Oft spielen Werteverlust, Kulturunterschiede, Egoismus, Respektlosigkeit sowie Verantwortungslosigkeit eine große Rolle, wenn es zur Scheidung kommt.
Manchmal sind es auch finanzielle Engpässe, häusliche Gewalt, fehlende familiäre Kommunikation sowie eine Neigung zu Luxus und Verschwendung, die negativ auf den Familienfrieden wirken. Gleichzeitig werden Ehe und Familie besonders durch die Medien als altmodisch dargestellt. Besonders Filme und Serien werben geradezu für Scheidung und Untreue, Menschen werden geradezu zu Scheidung und Partnerlosigkeit ermutigt.

Verehrte Muslime!

Im Interesse einer intakten Gesellschaft ist es wichtig, das Ehe- und Familienkonzept auf eine stabile Grundlage zu stellen. Für eine gute Ehe ist neben der Bildung der Ehepartner auch gegenseitiges Verständnis und Opferbereitschaft erforderlich. Jeder Muslim sollte wissen, was das Ehe- und Familienleben aus islamischer Sicht mit sich bringen. Dieses Wissen sollte genauso wie Kenntnisse über das Gebet, die Gebetswaschung und das Fasten verinnerlicht werden. Die Scheidung der Eltern schlägt bei vielen Kindern tiefe Wunden, die eine Gesellschaft nur schwer heilen kann.

Liebe Geschwister!

Wir dürfen nicht vergessen, dass unsere Ehepartner, die wir im Namen Allahs geheiratet haben, und unsere Kinder, die uns anvertraut wurden, ein großer Segen für uns sind.  Es ist unsere Aufgabe, uns mit unseren Ehepartnern und Kindern zusammenzuschließen und diesen Segen gemeinsam zu pflegen und wertzuschätzen. Ich möchte die Hutba mit einem Duâ aus dem Koran beenden: „O unser Erhalter! Gib uns an unseren Frauen und Nachkommen einen Anlass zur Freude und mache uns zu Vorbildern für die Gottesfürchtigen!“[5]

Möge Allah unsere Umma und unsere Gemeinschaft vor familiärer Trennung und Zwietracht schützen. Möge die Einheit in unserem Eheleben fortbestehen. Âmîn

[1] Sure Rûm, 30:21
[2] Abû Dâwûd, Talâk, 3
[3] Musnad Bazzâr, 8/70, Hadith Nr. 3064
[4] Sure Nisâ, 4:19
[5] Sure Furkân, 25:74

Hutba: Ibâda und Ubûdiyya – Gottesdienst und Dienerschaft

Verehrte Muslime!

Der Mensch ist das einzige Geschöpf, das sich mit dem Sinn seiner irdischen Existenz beschäftigt und nach Antworten sucht. Dieses Bemühen macht ihn zu etwas Besonderem. Im Koran heißt es dazu: „Die Dschinn und die Menschen habe ich nur dazu erschaffen, dass sie mir dienen.“[1]

Liebe Geschwister!

Im Islam haben die Begriffe „Ibâda“ und „Ubudiyya“, also Gottesdienst und Dienerschaft, eine wichtige Bedeutung. „Dienerschaft“ bedeutet hier, dass der Mensch sich seiner Bedürftigkeit gegenüber dem Schöpfer stets bewusst ist. Während für die gottesdienstlichen Handlungen bestimmte Zeiten vorgesehen sind, ist Ubûdiyya ein Zustand, der das gesamte irdische Leben über andauert. Für einen gläubigen Muslim bilden Ibâda und Ubûdiyya eine untrennbare Einheit. Im Koran heißt es: „O ihr, die ihr glaubt! Beugt euch und werft euch nieder und dient eurem Erhalter und tut Gutes, damit es euch wohl ergeht.“[2]

Verehrte Muslime!

Der Prophetengefährte Muâz bin Dschabal (r) berichtet: „Ich ritt auf einem Esel hinter dem Propheten, als er mich fragte: „O Muâz! Weißt du, welches Recht Allah gegenüber seinem Diener hat und welches Recht seine Diener gegenüber Allah haben?“ Ich sagte: „Allah und sein Gesandter wissen es besser.”
 Er sagte: „Allahs Recht ist, dass sie ihn allein anbeten sollen und ihm nichts beigesellen; und das Recht der Diener ist, dass er diejenigen, die ihm nichts beigesellen, nicht strafen soll.“[3] Daraus geht hervor, dass nur Allah Ubûdiyya, also Dienerschaft, gebührt, wie wir es in jedem Gebet in der Sure Fâtiha bezeugen: Nur ihm allein dienen und ihn allein beten wir an. Die Dienerschaft gegenüber dem „Mâlik-al-Mulk“, also dem Eigentümer aller Reichtümer, gibt dem Menschen wahre Freiheit, denn sie befreit ihn von der Abhängigkeit von allem anderen.

Liebe Geschwister!

Unsere Dienerschaft gegenüber Allah wird uns sowohl im Diesseits als auch im Jenseits Ehre und Würde verleihen. Ein wahrhaftig gläubiger Muslim, der in seinem Îmân gegenüber Allah aufrichtig ist, wird die Ibâdas niemals als eine Last sehen. Im Gegenteil: Er wird ihn mit Pflichtbewusstsein, Liebe und Begeisterung erfüllen. Die Aussage des Propheten „Das Gebet ist für mich Augentrost“[4] drückt die Freude aus, die er dabei erlebt.

Möge Allah uns ein Bewusstsein für die Dienerschaft und wahre Freude an den Ibâdas zuteilwerden lassen. Mögen wir zu jenen gehören, die ihm mit Liebe und Begeisterung dienen. Âmîn.

[1] Sure Zâriyât, 51:56
[2] Sure Hadsch, 22:77
[3] Buhârî, Dschihad, 46; Muslim, Îmân, 48
[4] Nasâî, Ischat an-Nisâ, 1

Hutba: Hidschab

Verehrte Muslime!

In Sure Tîn heißt es, dass Allah den Menschen in schönster Gestalt erschaffen hat. Mit Gestalt ist auch das Äußere gemeint, um das sich wir Mensch zu kümmern haben, genauso wie wir Verantwortung für unsere Handlungen tragen. Auch soll der Mensch nach innerer Schönheit streben. Diese Schönheit der Seele und des Herzens unterscheidet uns von allen anderen Geschöpfen.

Liebe Geschwister!

Zu den Dingen, die den Charakter eines Menschen verschönern, gehören Anstand und maßvolles Verhalten, sei es beim Essen und Trinken oder in anderen Lebensbereichen wie der Sexualität. Wer seine Triebe und sein körperliches Verlangen unter Kontrolle hat, der kann einen Zustand des reinen Herzens erreichen. Unser Prophet sagte: „Wer mir verspricht, seine Zunge und seine niederen Bedürfnisse zu hüten, dem verspreche ich meine Bürgschaft für das Paradies.“[1] Anstand ist außerdem mit Hayâ, also der Schamhaftigkeit, verbunden. Diese hängt wiederum mit dem Îmân zusammen. In einem Hadith heißt es: „Jede Religion hat einen eigenen Charakter. Der Charakter des Islams ist die Schamhaftigkeit.“[2]

Verehrte Muslime!

Unsere Umgebung hinterlässt gute aber auch schlechte Eindrücke in unserer Seele. Wenn wir uns vor diesen Eindrücken nicht schützen, verfallen wir innerlich.
Der Hidschâb, also die Bedeckung, ist eine der stärksten Maßnahmen, um unsere Reinheit zu bewahren. Allah spricht diesbezüglich im Koran Männer und Frauen gleichermaßen an: „Sage den gläubigen Männern, dass sie ihre Blicke senken und ihre Keuschheit wahren sollen. Das ist geziemender für sie. Siehe, Allah kennt ihr Tun. Und sage den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke senken und ihre Keuschheit wahren und ihre Reize nicht zur Schau stellen sollen, außer was (anständigerweise) sichtbar ist.“[3]

Liebe Geschwister!

Nicht das Geschlecht, sondern die Menschlichkeit und der Charakter machen einen Menschen aus. Der Hidschâb betont das, indem er das Geschlecht in den Hintergrund rückt und damit die Persönlichkeit hervorhebt. Im Koran heißt es: „O ihr Kinder Adams! Wir gaben euch Kleidung, eure Blöße zu bedecken, und als Prunkgewänder. Aber das Kleid der Gottesfurcht/Takwâ ist besser. Dies ist eines der Zeichen Allahs, auf dass sie sich ermahnen lasse.“[4]

Als Muslime bemühen wir uns darum, gottesfürchtig zu sein und die Gebote Allahs zu befolgen. Mögen Allah uns zu jenen zählen, die Anstand und Reinheit besitzen, dem Gebot des Hidschâbs wahrhaftig folgen und das „Kleid der Gottesfurcht“ tragen.

[1] Buhârî, Ḥudûd, 19, Hadith Nr. 6807
[2] Mâlik, Muwaṭṭa, Ḥusn al-Huluk, 9
[3] Sure Nûr, 24:30-31
[4] Sure A’râf, 7:26

Hutba – Was die Familie zusammenhält: Liebe und Barmherzigkeit

Verehrte Muslime,

eine Familie ist eine Gemeinschaft, bestehend aus Mann und Frau, die durch die Heirat miteinander verbunden sind und deren Kindern. Aber auch die Großeltern gehören zur Familie. Die Gefühle und das Bedürfnis, das Mann und Frau füreinander empfinden, entsprechen der von Allah geschaffenen Natur des Menschen. Doch genauso unterliegt die Befriedigung dieser Bedürfnisse den von Allah aufgestellten Prinzipien und ist nur in einer der Sunna entsprechenden Ehe möglich. Jede Form der Ehe oder Beziehung, die nicht in Einklang mit der Sunna steht, ist den Muslimen verboten. Wie in folgendem Vers hingewiesen wird, dient das Eheleben der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse und ist eine Quelle des Glücks: Zu Seinen Zeichen gehört auch, dass Er euch Gattinnen aus euch selbst schuf, damit ihr bei ihnen ruht. Und Er hat zwischen euch Liebe und Barmherzigkeit gesetzt. Darin sind fürwahr Zeichen für nachdenkliche Leute.“ [30:21] Ebenso ist das Familienleben erforderlich, um eine gesunde Entwicklung der kommenden Generation zu gewährleisten.

Verehrte Geschwister,

um zu den Ergebnissen zu gelangen, die von der Familie erwartet werden, muss sie am Leben erhalten werden. Das, was die Familie vor dem Zerfall bewahrt, ist, gemäß dem eben zitierten Vers „Liebe und Barmherzigkeit“. „Liebe“ ist die Kraft, durch die sich die Eheleute zueinander hingezogen fühlen, also das Verlangen des Mannes nach der Frau und umgekehrt. Unter „Barmherzigkeit“ verstehen wir die Eigenschaft, die Nachsicht und Zuneigung unter den Eheleuten fördert. Das fortwährende Bestehen der Ehe hängt von diesen beiden Faktoren ab.

Verehrte Muslime,

damit die Liebe und Barmherzigkeit nicht verloren gehen, müssen folgende Punkte beachtet werden. Die Eheleute müssen sich stets gut behandeln und darauf achten, den anderen nicht zu verletzten. Sie müssen sich gutmütig verhalten, sich begrüßen, wenn sie nach Hause kommen und sich nach dem Befinden des Partners erkundigen. Was das häusliche Leben angeht, müssen sie sich unterstützen. Unser Prophet hat uns diesbezüglich folgenden Rat gegeben: „Der beste der Muslime ist derjenige, der seinen Ehepartner am besten behandelt und ihm am nützlichsten ist.“ (Nasâî) Es ist sehr traurig, wenn eine Ehe aufgrund kleiner Schwierigkeiten aufgelöst wird.

Verehrte Geschwister,

eines der Probleme unserer Zeit sind die Umstände, die die Institution Familie zum Zerfall führen. Es muss leider festgestellt werden, dass sich der Gedanke, dass eine Gesellschaft auch ohne gesunde Familienstrukturen bestehen kann, auch auf unsere Familien ausgewirkt hat. So kommt es aus den simpelsten Gründen zu Scheidungen vor allem junger Paare, wobei die Kinder meist die Leidtragenden sind. Dabei hat der Gesandte Gottes folgendermaßen vor der Auflösung der Ehe gewarnt: „Diejenige Ehefrau, die ohne einen triftigen Grund die Scheidung verlangt, wird nicht mal den Geruch des Paradieses vernehmen, obwohl der Geruch des Paradieses aus einer Entfernung vernommen werden kann, die einer Reise von vierzig Jahren entspricht.“ (Kutub-i Sitta, 6597) Auch wenn in diesem Hadîth nur von der Ehefrau gesprochen wird, ist dieser Umstand auch für den Ehemann gültig. Denn die Scheidung ist etwas, was im Islam äußert unerwünscht ist. So wird vom Prophet überliefert, er habe gesagt: „Das bei Allah Schlimmste unter den erlaubten Dingen ist die Scheidung.“ (Abû Dâwûd, Talâk, 3) Aus diesem Grund wird im folgenden Vers empfohlen, einen Schiedsrichter aus den Reihen der Verwandten zu ernennen, wenn ein Problem nicht in der Familie gelöst werden kann: Und wenn ihr einen Bruch zwischen beiden befürchtet, dann ernennt einen Schiedsrichter von ihrer Familie und einen Schiedsrichter von seiner Familie. Wollen sie sich aussöhnen, wird Allah Frieden zwischen ihnen stiften. Siehe, Allah ist wissend und weise.“ [4:35] Die Ehe ist nämlich kein Spiel, das man mal eben unterbrechen könnte. Unser Wunsch ist es, dass all unseren Geschwistern ein glückliches und harmonisches Eheleben beschert werde.

Hutba – Die Bedeutung der Familie und der Familientag

Verehrte Brüder und Schwestern,

Unser Herr, der alles vollkommen und harmonisch in Paaren erschaffen hat, hat auch die Menschen als Mann und Frau in einer besonderen Harmonie erschaffen. Er sieht es gerne, wenn sie eine Familie gründen, die auf Liebe und Barmherzigkeit basiert.

Unser Herr weist auf den Sinn und Zweck der Familiengründung im Koran wie folgt hin:

Zu Seinen Zeichen gehört auch, dass Er euch Gattinnen aus euch selbst schuf, damit ihr bei ihnen ruht. Und Er hat zwischen euch Liebe und Barmherzigkeit gesetzt. Darin sind fürwahr Zeichen für nachdenkliche Leute.“ (Rum 21)

Aus diesem Vers erkennen wir die Wichtigkeit der Familie und sehen, dass unser Herr die Frau und den Mann zu den wichtigsten Grundsteinen der Familien macht. Außerdem verpflichtet Er uns dazu, die Frau, die eine wichtige Rolle in der der Familie spielt, zu beschützen.

Aber bedauerlicherweise tauchen mit der Zeit sowohl in muslimischen Kreisen als auch in den nicht muslimischen Gesellschaften Probleme und Entgleisungen in den Familien auf. Weiterhin führten ungerechte Praktiken und skrupellose Kriege zur Ausweichungen der Gerechtigkeit. Durch Drogen, Alkohol, Glücksspiele und Prostitution kamen die Familien zu Schaden, verloren ihre moralischen Werte und degenerierten.

Heute besteht deshalb die Notwendigkeit, diese Werte wieder zu beleben und die Familien wieder zu stabilisieren.

Liebe Geschwister!

Wir erleben täglich, dass wichtige gesellschaftliche Werte und Belange in Vergessenheit geraten. Eines dieser Werte ist die Familie. Somit ist es heute zu einer der wichtigsten Probleme der Menschen geworden. Denn in der Wurzel sozialer Probleme liegen meist die geschwächten Familienverhältnissen. Es ist nicht möglich mit schwachen Familienstrukturen die Gesellschaft zusammen zu halten.

Verehrte Muslime!

Unsere Organisation erbringt den Muslimen gegenüber in vielen Bereichen Dienste. Deshalb veranstaltet sie auch für den Wohlstand der Familie und zur Stärkung ihrer Fundamente den Familientag unter dem Motto „Wir sind eine Familie“. Dieser Tag soll dazu dienen, die Probleme zwischen den Familien zu lösen.

Dieses Jahr findet der Familientag am 14/15. Mai am Hauptsitz der IGMG in Kerpen statt.

Es werden verschieden Attraktionen für Kinder und Erwachsene in mehreren Zelten angeboten. Der Familientag bietet allen Altersgruppen zwischen 7 und 70 Jahren altersgerechte Aktivitäten an.

Es wird Ausstellungen, Diskussionsrunden, Beratungsstellen für Familien und Familienseminare geben.

Weiterhin wird es auch Informationsstände der IGMG geben, an denen sich Gäste und Mitglieder über unsere Arbeit informieren können. Wir laden alle Brüder und Schwestern zum Familientag mit ihren Kinder, Bekannten und Verwandten ein.

An dieser Stelle möchte ich die Hutba mit einem Hadis beenden: „Einer der Rechte die ein Muslim einem anderen Muslim zu gewähren hat, ist die Teilnahme an die Einladungen seines/r Bruders/Schwester.“ (et Tac 5/16)